Tage der Industriekultur am Wasser 2017

Informationsfestival in der Metropolregion Hamburg und im Alten Land am Elbstrom

Der Hafen Buxtehude ist der schiffbare Endpunkt des Elbe-Nebenflusses Este. Um ihn herum siedelten sich Mühlen und Fabriken an. Seinerzeit war er die modernste Hafengründung auf deutschem Boden, da die Stadt um das zentrales Hafenbecken herumgebaut worden ist. Die ehemalige Steingutfabrik auf der Halbinsel aus dem Jahr 1853 ist eine der markanten Bauten im Außenhafen. Heute befinden sich die Malschule und das Kulturforum in dem Gebäude. Die aktuelle Ausstellung im Kulturforum: „Buxtehude – eine kleine Stadt“ zeigt Fotos von Dirk Reinartz. Am 18. Juni um 11:00 Uhr wird eine Führung zur kulturellen, wirtschaftlichen und schulischen Nutzung des Industriedenkmals angeboten.

Die Wassermühle Övelgönne in Buxtehude ist ein eindrucksvolles Beispiel für beengte Wohnverhältnisse während der Frühindustrialisierung. Seit 1674 wurde hier Korn gemahlen. Am 18. Juni wird die Mühle in Betrieb genommen.

Stade ist wieder mit seinen beiden Häfen dabei. Der Hansahafen ist wegen seines Alters und seiner herausragenden Stellung im Mittelalter ein bedeutendes Denkmal. Ein wichtiger Bau ist das 1774 erbaute Baumhaus, der Sitz des Hafenmeisters. An den Tagen der Industriekultur werden hier Führungen und Filme zur Stadtgeschichte angeboten. Im Industriezeitalter reichte der Hafen in der Altstadt nicht mehr aus; deshalb wurde unmittelbar vor der Stadt 1882 der Stadthafen angelegt. Einiges des ehemaligen Hafenensembles ist noch erhalten. Die technischen Objekte werden erläutert, Führungen rund um den Portalkran von 1927 finden statt und die Hafenkabine des Hafenkrans kann bestiegen werden.

Das Klinkerwerk Rusch in Drochtersen ist seit 1881 in Betrieb und brennt seine Steine - als letzte Ziegelei in der Region - noch mit Steinkohle in einem per Hand befeuerten Ringofen. Jeweils um 13.00 Uhr wird durch das Werk geführt. Von dem Boom der regionalen Ziegelindustrie um 1900 profitierte auch die Hafenanlage im Drochtersener Ortsteil Gauensiek. Zum alten Hafenplatz gehören Hafenbecken, Werft, Schöpfwerk und eine voll funktionsfähige Spülschleuse. Die Schleuse kann besichtigt werden und am 17. Juni um 14:30 Uhr sowie am 18. Juni um 15:30 Uhr präsentiert der Schleusenwärter den Spülvorgang an der Schleuse. Dabei wird das im Spülgraben gestaute Wasser bei einsetzender Ebbe abgelassen, um den Schlick aus dem Hafen in Richtung Elbe zu spülen. Das Küstenmotorschiff „Jan-Dirk“ liegt ganz in der Nähe. Der kleine Frachter, 1949 in Cuxhaven auf Kiel gelegt, war einer der ersten Neubauten nach dem Krieg. Am 17. Juni führen die Mitglieder des Fördervereins über das Schiff und bei günstigem Wetter wird die Maschine laufen.

Neu dabei ist die Elbfähre Glückstadt/Wischhafen. Die Fährfahrt zwischen Wischhafen und Glückstadt ist die leistungsfähigste innerdeutsche Fährverbindung. Bis zu vier Schiffe pendeln hier über den Fluss. Neben dem üblichen Fährbetrieb wird am 18. Juni, jeweils um 14.00 und um 16:30 Uhr, die „Kehdinger Fährfahrt“ angeboten. Während der Kapitän die großen und kleinen Pötte und die Seezeichen erklärt, genießen Sie die Fährfahrt auf dem Weltschifffahrtsweg Elbe. Setzen Sie nach Glückstadt über, lohnt sich ein Abstecher zur „Frieda“, einem Giekewer mit einem Mast von 1909. Auf dem Beiboot der »Frida« kann im Binnenhafen Glückstadts das Wriggen erlernt werden. Die Schottel-Schaluppen werden im Stehen und mit Hilfe eines Achter-Ruders am Heck fortbewegt.

In Wischhafen lohnt ein Besuch im Kehdinger Küstenschiffahrtsmuseum, das die fast 175jährige Hafengeschichte Wischhafens veranschaulicht und aktuell in seinen Sonderausstellungen an die Weihnachtsflut vor 300 Jahren erinnert und das allgemeine Wörterbuch der Marine von 1798 erklärt. Im Hafen liegt das Küstenmotorschiff „Iris-Jörg“. Es ist ein seegängiges Schiff, das mit seiner niedrigen Bauweise und klappbaren Masten bis weit in das Binnenland verkehren konnte. Trotz seiner 61 Jahre ist das Kümo weitgehend im Originalzustand erhalten. Die ehrenamtliche Mannschaft lädt zur Besichtigung des Schiffes ein.

Ein Stück weiter elbabwärts liegt Freiburg an der Elbe. Ebenfalls ein Neuling bei den Tagen der Industriekultur. Merken Sie sich den 17. Juni um 17.00 Uhr vor. Nach einem geführten Rundgang durch den Freiburger Hafen, gibt es eine Ausfahrt auf einem historischen Pfahlewer und der abschließende Besuch der traditionellen Bootwerft Hatecke zeigt, dass für den Betrieb in 5. Generation, vieles im Arbeitsalltag gleich geblieben ist. Holz und Gezeiten prägen seit mehr als 155 Jahren das Werftleben.

Neben der Fähre Glückstadt/Wischhafen gibt es weitere Fähren in der Region zu entdecken. Alle überqueren jeweils die Oste. Ihrer Abgeschiedenheit hat die Prahmfähre Brobergen das Überleben zu verdanken. Der Bau einer Brücke hätte sich hier nicht gelohnt. Das langsame Tuckern ihres 20-PS-Motors unterstreicht die Idylle am Mittellauf der Oste in Kranenburg. Die Fährmänner erläutern beim Überqueren den Fährbetrieb.

Die Pramfähre in Estorf-Gräpel wird, wie vor knapp hundert Jahren, noch per Hand über das Wasser gezogen. Wer möchte kann unter Anleitung des Fährmannes selbst Hand anlegen. An beiden Tagen jeweils um 15:00 Uhr finden Führungen zur Geschichte der Fähre und des Hafens in Gräpel statt.

Leuchttürme gehören zur Metropolregion Hamburg. Der kleine Leuchtturm Twielenfleth in Hollern wurde 1893 in Betrieb genommen. Heute ist in dem ehemaligen Unterfeuer, das erklommen werden kann, ein kleines Museum untergebracht.

Eng verzahnt mit Industrie und Wasser sind Mühlen. In der Region zwischen Buxtehude und Rotenburg finden sich einige beeindruckende Exponate. Die Amtswassermühle in Moisburg ist eine der letzten funktionstüchtigen traditionellen Mühlen in Norddeutschland. Die Besichtigung der Mühle und des Mühlenmuseums ist möglich. Im Mühlencafé gibt es Kaffee, Kuchen und Schmalzbrote. Bei der Mühlenrallye können Kinder Schrot mahlen und sieben und an beiden Tagen stellt der Müller die alte Technik in Betrieb vor. Die Wassermühle in Scheeßel markiert eindrucksvoll den Übergang von einer traditionellen Getreidemühle zu einem Industriebetrieb. An den Tagen der Industriekultur wird die Mühle mit ihren Turbinen in Betrieb genommen und Korn wird gemahlen.

Das gesamte Programm gibt es hier.

Alle Teilnehmer sind auf der Metropolregionsseite aufgeführt.

 

 

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