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Internationaler Vogelflughafen Kehdingen -

Drehscheibe für Gast- und Brutvögel

Die Kehdinger Elbmarsch ist eine wichtige Drehscheibe für den internationalen Vogelzug. Es ist wie auf einem großen Flughafen ein ständiges Kommen und Gehen – eben ein "Internationaler Vogelflughafen".

Im Herbst ziehen Tausende von Bläss- und Nonnengänsen in die Marsch. Später gesellen sich Zwerg- und Singschwäne dazu. Wird der Winter strenger, wandern die Gänse ab, die Schwäne bleiben und bekommen Besuch von Rauhfußbussarden, Ohrenlerchen oder Schneeammern. Bereits mit der ersten Märzsonne kommen die Kiebitze, die bald schon mit dem Brutgeschäft beginnen, lange bevor die Gänse und Schwäne abgezogen sind. Diese geben sich mit Uferschnepfen, Rotschenkeln und Austernfischern sozusagen die Klinke in die Hand. Die einen gehen, die anderen kommen. Ist der Sommer eingezogen und das Brutgeschäft vorbei, kommen bereits Scharen von Graugänsen und Brandenten, um an der Unterelbe ihr Gefiederkleid zu wechseln. Gemeinsam warten sie auf den Herbst und auf die Ankunft der großen Nonnenganszüge.

Wir haben eine ganz spannende Seite mit "Vogelwissen" für Sie zusammengestellt, reinklicken lohnt sich!

Kehdinger Wildganstage - das Naturereignis im Oktober

Jedes Jahr im Oktober finden die Kehdinger Wildganstage statt und laden zum Schauen und Staunen ein. Kehdingen im Norden der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom stellt eine Drehscheibe des Vogelzuges zwischen Arktis und Afrika dar. Jedes Jahr rasten im Frühjahr und im Herbst mehr als 80.000 Wildgänse auf den weiten Außendeichsflächen. Rund um das Thema „Wildgänse“ findet ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm statt. Extra eingerichtete Beobachtungsstationen ermöglichen die Vogelbeobachtung mit dem Fernglas. Der „Vogelkieker“-Bus bringt Interessierte hautnah an die Vogelwelt heran. Zahlreiche Veranstaltungen im Küstenmuseum Natureum Niederelbe, in der Kirche Freiburg und im Kornspeicher bieten Künstlerisches und Informatives rund um den Vogelzug. Viele Restaurants haben sich einiges einfallen lassen, um ihre Gäste mit einem zünftigen Gänseschluck und dem speziellen Kehdinger Vogelzugmenü zu verwöhnen…

Ein Blick hinter die Kulissen der Vogelbeobachtung

Naturschutz wird im Landkreis Stade und somit in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom groß geschrieben. Ein kurzer Blick über die Schulter von Naturschutzwart Dr. Uwe Andreas gefällig? Der promovierte Wildbiologe unterstützt seit 14 Jahren den Naturschutz in der Region. Im 13.000 Hektar großen EU-Vogelschutzgebiet an der Unterelbe beobachtet er Wiesen-, Watt- und Wasservögel. Sein Arbeitsplatz ist die freie Natur. Während der Hochbrutzeit steht Uwe Andreas noch vor Sonnenaufgang auf und dokumentiert, was auf den Brut- und Rastgebieten vor sich geht. 250 Vogelarten hat er in den letzten Jahren festgestellt, 80.000 Nonnengänse kommen im Herbst aus der russischen Tundra in die Urlaubsregion zum Überwintern und fliegen dafür ganze 6.000 Kilometer zu uns. Im Vogelschutzgebiet übergeben die Gänse den Staffelstab an die Brutvögel und bereiten für sie die Brutflächen vor, indem Sie die Wiesen kurz halten - so brütet es sich besser im flachen Gras. Uwe Andreas unterstützt dieses Zusammenspiel der Natur: ein echter "Feel-Good-Manager" für Vögel!

Naturerlebnisfahrten -

Mit den Kiekern fahren, nicht "auf dem Kieker haben"!

Urlaubsteam

Eine grandiose Flusslandschaft, zehntausende von Zug- und Brutvögeln sowie stille Moore: Wer die Natur in der Urlaubsregion kennen lernen möchte, kann mit den „Kiekern“ auf Entdeckungsreise gehen! "Gans" neue Perspektiven bietet Ihnen der Vogelkieker-Bus: Glasdach und Fernglas eröffnen außergewöhnliche Ausblicke auf den „Internationalen Vogelflughafen“ in Kehdingen. Der Moorkieker – eine Lorenbahn fährt durch das Kehdinger Hochmoor. Dort erfährt man Spannendes zur Moorentwicklung sowie zur Tier- und Pflanzenwelt und kann die Natur mit allen Sinnen selbst "begreifen". Mit dem froschgrünen Tidenkieker, einem hochmodernen Flachbodenschiff, geht es zur Schiffs-Safari auf der Elbe und ihren Nebenflüssen - Elbinseln, Sandbänke und Seehunde gefällig? Auch die beiden Beobachtungstürme an der Elbe bieten Ihnen in luftiger Höhe einen Blick fast wie aus der Vogelperspektive.

 

 

 

Tidenkieker - grünes Flachbodenschiff mit Charme

Schilfwälder, stille Inselwelten und Seehunde im Watt erkunden? Eine Schiffs-Safari auf der Niederelbe zwischen Hamburg und der Nordsee, getragen vom Puls der Gezeiten, ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Tidenkieker, ein hochmodernes Flachbodenschiff, macht's bei Wind und Wetter möglich. Erfahrene Kapitäne und fachkundige Begleiter lotsen Touristen und Schulklassen unterhaltsam, lehrreich und sicher durch die faszinierende maritime Landschaft Unterelbe. Mit Satellitennavigation und Flussradar geht es mit dem Tidenkieker vorbei an den größten Containerschiffen der Seefahrt hinein in die Natur. Nach den Tiden, wie die Menschen hier Ebbe und Flut nennen, richten sich Segler und Motorbootfahrer, Kapitäne und Lotsen der riesigen Container-Frachter auf dem Weg zum Welthafen Hamburg und die Elbfischer auf ihren Kuttern. Die Tiden ließen abenteuerliche Sandbänke und Wattgebiete entstehen, die der Strom täglich zweimal bei Niedrigwasser frei gibt. Ob stille Schilfparadiese, idyllische Inselwelten oder historische Häfen - mit dem hochmodernen Flachbodenschiff können die Mitreisenden diese einzigartige Gezeitenlandschaft auf unterschiedlichen Themenfahrten hautnah erleben. Und da gibt es jede Menge zu gucken, „kieken“ wie das in Plattdeutsch heißt. Von Bord des „Tidenkieker“ können Gäste dieses einzigartige Gezeitenrevier hautnah erleben: Undurchdringliches Röhricht, seltene Reiher, „Riesenpötte“ auf der Elbe, Ruthenstrom und die Elbinsel Krautsand sind zum Greifen nah- und mit etwas Glück können sogar Seehunde beobachtet werden. "Anlandungsmanöver" sind mit diesem wendigen Schiff möglich. Weitere Infos und Termine finden Sie auf der Website des Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen.

Vogelkieker - Doppeldeckerbus mit Panoramadach

Waren Sie schon mal in einer Vogelbeobachtungsstation auf vier Rädern?  – Eine wunderbare Möglichkeit, die faszinierende Vogelwelt der Kehdinger Elbmarschen zwischen Stade und Cuxhaven kennenzulernen. Unter der Begleitung und Anleitung von erfahrenen Vogelkundlern können Sie bei einer Fahrt mit dem zum „rollenden Schulungsraum“ an einem unvergesslichen Naturerlebnis teilhaben. Bei den rund dreistündigen Exkursionen ab Freiburg geht es durch eine Landschaft, die das Prädikat „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung“ trägt. Der Grund: Im Frühjahr und Herbst kommen hier zehntausende von Zugvögeln aus Skandinavien und Sibirien auf ihrer Wanderung in Richtung Atlantik und zurück in die Brutheimat. Im Frühjahr und Sommer sind seltene Vögel wie der bunte Kampfläufer, Säbelschnäbler und Seeadler bei der Balz oder ihrem Brutgeschäft zu beobachten. An den Vogelkieker, der sich auf Wegen neben den Rastplätzen vorsichtig nähert, haben sich die Wildvögel übrigens längst gewöhnt. Nonnengänse und Pfeifenten lassen sich oft aus wenigen Metern Entfernung beim Grasen von der Beobachtungsetage des Busses auf den Schnabel schauen. An Bord des Vogelkiekers: Hochwertige Bord-Ferngläser, Vogel-Bestimmungstafeln, Mini-Cafeteria. Neben den öffentlichen Touren für alle ermöglicht der Verein zur Förderung von Naturerlebnissen e.V. auch Touren für geschlossene Gästegruppen und für Schulklassen. Gäste kommen sich hier fast wie Tierfilmer vor - aufregend!

Moorkieker - mit der grünen Lorenbahn durchs Moor

Willkommen im Reich der Wollgräser und Brachvögel! Das 40 Quadratkilometer große Kehdinger Moor an der Niederelbe zwischen Hamburg und Cuxhaven ist eine Landschaft im Wandel. Die Ursprünge des Hochmoores sind 4.000 Jahren alt. Wussten Sie schon, dass Torf heute nur abgebaut werden darf, wenn die Flächen anschließend wieder der Natur überlassen werden? Jedes Jahr zwischen Mai und Juni bedeckt die weiße Blüte des selten gewordenen Wollgrases die Weiten des Kehdinger Moores mit einer flauschigen Schicht. Auf besonders einmalige Art und Weise können Sie dieses Naturschauspiel bei einer Fahrt mit der kleinen grünen Moorkiekerbahn im Aschhorner Moor bei Drochtersen erleben. Unter fachkundiger Anleitung entdecken Sie Wollgräser, Sonnentau und seltene Libellenarten oder probieren selbst einmal das Torfstechen auf traditionelle Weise. Von April bis Oktober tourt diese kleine Moor-Eisenbahn jeden ersten und dritten Sonntag im Monat mit Touristen, Schulklassen und Naturfreunden durch das Hochmoor auf dem Gelände der Euflor-Humuswerke. Zwei bis drei Stunden tuckert die grüne Lok mit Ihnen vorbei an Schilfgras, Torfernte und Tümpeln, auf Holzbohlenwegen geht es dann weiter zu Fuß durchs Moor. Biologen erzählen vom Torfabbau gestern, heute und morgen. Neugierig auf fleischfressende Pflanzen und blaue Froschmänner? Dann nichts wie hin. Und von einer Aussichtsplattform können die Moorkieker-Gäste den Blick über die weite Landschaft genießen. Das “Haus im Moor” liegt mitten in einem Moorsee und bietet auch bei schlechtem Wetter gemütlichen Raum. Weitere Infos auf der Website des Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen.

Oste-Natur-Navi - Schnitzeljagd für Erwachsende und Kinder entlang der Oste

Bereits seit dem Jahr 2011 ist das „Oste-Natur-Navi“ für Erwachsene und Jugendliche im Osteland im Einsatz. Das Navigationsgerät führt Sie als Naturliebhaber und entdeckungsfreudige Radfahrer auf fünf unterschiedlichen Rundtouren in das Naturgebiet der Oste. Der digitale Wanderführer ist so konzipiert, dass er am Fahrradlenker befestigt wird. Über Ohrhörer-Clips oder kleine fahrradtaugliche Lautsprecher wird Ihre Aufmerksamkeit auf Besonderheiten und interessante Begebenheiten in der Region gelenkt. Nun gibt es das „Oste-Natur-Navi“ auch speziell für Kinder. In Form einer abenteuerlichen, digitalen Schnitzeljagd werden Kinder im Grundschulalter in die Welt der Prahmfähren, der geheimnisvollen Moore und spannenden Fluss-Auen entführt. Auf insgesamt 45 Erlebnis- und 34 Entdeckerpunkten werden von den Maskottchen Stör Stups und dem Reiher Ralf sowohl kindgerechte Kurzgeschichten zum Anhören, als auch lustige und rätselhafte Quizfragen sowie spannende Aufgaben geboten, die Ihre Kleinen bestimmt lösen möchten. Am Ende der Fahrt erwartet die Kinder an der Navi-Ausleihstation dann auch noch für alle eine kleine Überraschung. Ausleihstationen: Plate´s Osteblick in Gräpel und der Geesthof in Hechthausen. Noch mehr Infos gibt es auf der Website des Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen.

Beobachtungstürme - für den perfekten Blick auf den Vogelflughafen

Vogelbeobachtung auf "halber Höhe" zum Himmel? In Kehdingen kann man die Natur wunderbar von zwei Beobachtungstürmen aus erkunden. Direkt am Fähranleger Wischhafen steht ein Turm, der zum einen den Blick auf die Elbe freigibt, zum anderen kann man von hier aus Graugänse, Wiesenbrüter und mit etwas Glück auch die scheue Bekassine beobachten.
Ein weiterer Beobachtungsturm steht in Freiburg/Allwörden. Von hier aus hat man einen guten Überblick über das Naturschutzgebiet Allwördener Außendeich. Mit seinen Beetstrukturen und Grüppen weist es noch eine ursprüngliche Grünlandnutzung auf. Viele Nonnengänse rasten hier, Uferschnepfen, Kiebitze und Rotschenkel brüten im Frühjahr.

Wer die Weite mag, der kann sich übrigens im Alten Land am Elbstrom auch auf den Litberg bei Sauensiek oder den Aussichtsturm im Freizeitpark Nottensdorf begeben.

"Mein Geheimtipp: Machen Sie doch einmal abends einen Abstecher auf den Turm in Freiburg, kann man im Frühsommer sogar den Wachtelkönig hören!"

Dr. Uwe Andreas, Ornithologe & Naturschutzwart im Landkreis Stade
Altes Land -Stade

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