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Apfelernte im Alten Land

Apfelparadies Altes Land: Erntezeit, Apfelsorten und Altländer Apfeltage

Blühende Apfelbäume tauchen das Alte Land zur Frühlingszeit in ein rosarotes Meer aus Blüten, der Sommer lässt die Blüten zu Äpfeln reifen – und ab Mitte August ist Erntezeit im Alten Land am Elbstrom- dem größten geschlossenen Obstanbaugebiet Nordeuropas!

Bis in den November hinein werden die frischen Äpfel gepflückt und erfreuen Auge und Gaumen in zahlreichen Hofläden, Hofcafés oder auf einem der bunten Hoffeste. Eine
Radtour durch das Alte Land
ist gerade zur Erntezeit ein ganz besonderes Erlebnis!

 

Äpfel aus der Urlaubsregion - Einzigartige Früchte und extravaganter Gaumenschmaus durch ein ganz besonderes Klima

Die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom ist besonders geprägt vom Obstanbau entlang der Elbe und eine der traditionsreichsten Landschaften Norddeutschlands. Die Äpfel reifen durch den Einfluss des milden, feuchten Seeklimas der Nordsee und profitieren von einem ausgeglichenen Wasserhaushalt und ca. 1500 Sonnenstunden im Jahr. Dadurch entwickeln die Früchte eine dünne Schale und ein ganz besonderes Zucker-Säure-Verhältnis: die Garantie des besonderen Aromas. Die Äpfel zeichnen sich durch eine gute Fruchtgröße
aus und bieten einen hohen Zuckeranteil. Alte und neue Sorten gibt es - gerade bei den Äpfeln werden immer wieder neue Züchtungen angebaut, die knackiger, süßer oder noch widerstandsfähiger und pflegeleichter im Anbau sind. Gleichzeitig werden aber auch die alten Sorten wie der Finkenwerder Herbstprinz, Gravensteiner, Glocken- und Klarapfel oder der Altländer und Horneburger Pfannkuchenapfel weiterhin liebevoll
gepflegt und gepflanzt. Sie gelten nicht nur bei einer zunehmenden Zahl von Verbrauchern als "leckerer" oder "geschmackvoller", sie sind vor allem für Allergiker
oftmals besser verträglich.

Zu kaufen gibt es sie meist nur noch auf Wochenmärkten oder direkt beim Apfelbauern im Hofladen. Für den Erhalt dieser Sorten engagiert sich unter anderem
der bekannte Pomologe Eckart Brandt mit seinem Boomgarden Projekt.

Jede Apfelsorte hat ihre spezielle Erntezeit - es gibt Frühäpfel, Herbstäpfel und schließlich die Lageräpfel, die dank einer ausgefeilten Lagertechnik nahezu
bis zur nächsten Ernteperiode knackfrisch und direkt ab Hof oder ab Laden zu genießen sind.

Als Frühäpfel - als erstes frisch gepflückt - in den Hofläden und auf den Märkten erhältlich: Roter Gravensteiner, Delbarestivale und Jamba. Die Hauptsorten wie z.B. Elstar
und Holsteiner Cox sowie die Clubsorte Red Prince® werden ab Mitte September geerntet. Ein relativ neuer Trend sind die sogenannten "Clubsorten", die einer zentralen
Kontrolle unterliegen und nur von einer begrenzten Zahl von Produzenten unter einem eigenen Markennamen in den Handel gebracht werden. Die bekanntesten
Clubsorten aus dem Obstgarten Altes Land sind u.a. der seit 2006 vermarktete "Kanzi" oder der seit 2004 vermarktete "Red Prince®".

Seit 2001 wird ein (alter) "Apfel des Jahres" in Norddeutschland gekürt: Im Jahr 2016 war es der Horneburger Pfannkuchenapfel, der um 1875 in Horneburg in der
Urlaubsregion Altes Land entstand und ab Ende September geerntet wird. In diesem Jahr ist der "Uphuser Tietjenapfel oder Uphuser Tietzenapfel" der Apfel des Jahres 2017!

 

 

Auswahl der Apfelsorten

Die beliebtesten Sorten unserer Region stellen sich vor

Gravensteiner

Elstar

Jonagold

Jonagored

Braeburn

Red Prince

Holsteiner Cox

Gloster

Der Gravensteiner kommt vermutlich ursprünglich aus Italien und hat einen typischen aromatischen Geschmack und stark duftende Früchte. Die Schale hat einen wachsgelben Ton mit karmesinroten Tupfen und Strichen. Er gehört zu den Frühäpfeln.

Diese Sorte wurde ab 1975 verbreitet und ist eine Kreuzung aus dem Golden Delicious und der Ingrid-Marie. Das Besondere an dieser Sorte ist, dass er sich nicht so schnell braun verfärbt, wenn man ihn anschneidet. Zwar ist diese Sorte nicht so leicht anzubauen, jedoch sehr leicht zu pflücken.

Der Jonagold ist eine seit 1968 im Handel erhältlich Sorte, die sonnig gelb und an der Sonnenseite orangerot bis leuchtend erdbeerrot ist. Ab Oktober ist dieser Apfel genießbar.

Der Jonagored ist ein sogenannter Mutant des Jonagold, der ähnliche Eigenschaften wie der Jonagold aufweist, jedoch eine deutlich rötere Färbung hat.

Der Braeburn ist auch eine Sorte, die ursprünglich aus Neuseeland kommt. Die Früchte dieses Apfels sind relativ hart, aber sehr aromatisch und haltbar. Die Ernte erfolgt erst gegen Mitte bis Ende Oktober.

Der Red Prince ist eine Entwicklung aus dem Jonagored. Er hat eine vollumfänglich tiefrote nicht streifige Deckfarbe und ist kaum fettend. Mit seinem süßlichen Geschmack ist er sehr beliebt und wegen der guten Lagereigenschaften auch in anderen Ländern gern gekauft.

Der Holsteiner Cox zählt zu den alten Apfelsorten. Der Apfel erreicht durchschnittlich einen Durchmesser von bis zu 15 cm, ist von grüngelber bis roter Farbe und hat ein säuerliches, aromatisch-würziges Fruchtfleisch. Er ist eine Kreuzung aus dem Cox Orange und einer unbekannten Sorte.

Dieser Apfel hat seine Herkunft in Jork. 1951wurde diese Sorte in der Obstbauversuchsanstalt gezüchtet und wird seitdem weit verbreitet angebaut. Weiterhin bekannt ist diese Sorte auch unter dem Namen Gloster69, da diese Sorte 1969 erstmals in den Handel kam. Das Fruchtfleisch des Glosters hat eine grün-gelbliche Farbe und ist sehr saftig mit säuerlichem Geschmack. Seine Deckfarbe geht in purpurrot über.

Neue Apfelsorten - alte Apfelsorten

Gerade bei Äpfeln gibt es eine schier unerschöpfliche Sortenvielfalt - und immer wieder werden neue Kreuzungen gezüchtet, die noch knackiger, noch süßer oder noch widerstandsfähiger und pflegeleichter im Anbau sind. Ein relativ neuer Trend sind auch die sogenannten "Clubsorten": Dies sind Obstsorten, die einer zentralen Kontrolle unterliegen und nur von einer begrenzten Zahl von Produzenten unter einem eigenen Markennamen in den Handel gebracht werden. Denn während der Sortenschutz für neugezüchtete Sorten nur für 30 Jahre besteht, kann der Markenname als Markenzeichen unbeschränkt lange weiter geschützt werden. Besonders bei Äpfeln sind Clubsorten weit verbreitet. Die bekanntesten Clubsorten aus dem Obstgarten Altes Land sind beispielsweise der seit 2006 vermarktete "Kanzi" oder der seit 2004 vermarktete "Red Prince". Irgendwie haben wir´s mit Prinzen und Märchen!

Die "alten" Apfelsorten dagegen verschwinden langsam aber sicher aus den Regalen der großen Supermarktketten und werden heute meist nur noch direkt ab Hof oder auf Wochenmärkten vermarktet. Doch die alten Apfelsorten wie Goldparmäne, Glocken- und Klaräpfel oder Finkenwerder Herbstprinz gelten nicht nur bei einer zunehmenden Zahl von Verbrauchern als "leckerer" oder "geschmackvoller", sie sind vor allem für Allergiker oftmals besser verträglich. Und sie sind Teil unseres kulturellen Erbes! Über Jahrhunderte wurden diese alten Sorten herangezogen; sie waren dem Klima und Boden im Obstgarten Altes Land besonders gut angepasst und waren Grundstein für lange Traditionen bäuerlicher Eß-, Koch- und Lagergewohnheiten. Außerdem gehen die heute marktgängigen Sorten auf nur sehr wenige Ausgangssorten zurück - der Erhalt alter (Apfel-) Sorten ist also auch ein Erhalt der genetischen Vielfalt.

Sogar ein (alter) "Apfel des Jahres" wird seit 2001 in Norddeutschland gekürt: Im Jahr 2015 wird diese Ehre dem "Rosa Claussen", einer Apfelsorte aus Dithmarschen  mit gelblicher Färbung saftigem Fruchtfleisch, zuteil. Auch der "gelbe Richard" aus Mecklenburg, das "Juwel aus Kirchwerder" oder der "Altländer Pfannkuchen" durften sich bereits "Apfel des Jahres" nennen. Zu finden sind diese und viele andere alte Obstsorten im unten beschriebenen Boomgarden!  

Altländer Apfeltage

& Tag des offenen Hofes im Alten Land

 

Altländer Apfeltage mit den Tagen des offenen Hofes 2017

Sie wollten schon immer wissen, wie auf einem Obsthof gearbeitet wird? Dann besuchen
Sie die Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom zu den Altländer Apfeltagen im Herbst. Die Altländer Apfeltage beginnen Anfang September und enden mit dem Erntedankfest am ersten Sonntag im November. Sie stellen ein besonderes Highlight dar, Höhepunkt ist der Tag des offenen Hofes im Obstgarten Altes Land. Verschiedene Obsthöfe heißen Sie am zweiten Wochenende im September herzlich willkommen. Neben Obsthofführungen wird ein abwechslungsreiches Programm rund um den Apfel für Groß und Klein geboten. Kombinieren Sie die Apfeltage doch mit einer kleinen Fahrradtour, beispielsweise auf der Obstroute, die an verschiedenen Obsthöfen vorbeiführt.

Oder noch besser, Sie fahren mit dem Fahrrad die Radroute "Per Rad von Hof zu Hof",
die alle Höfe miteinander verbindet.

 

Teilnehmende Höfe am Tag des Offenen Hofes am 09. und 10. September in 2017:

Herzapfelhof Lühs - Osterjork 102, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 25 48 20 0, www.herzapfelhof.de

Obsthof Lefers - Osterjork 140, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 37 5, www.lefers.de

Obsthof Matthies - Am Elbdeich 31, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 91 58 0, www.obsthof.de

Obsthof Bey - Groß Hove 136, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 64 45, www.günstige-äpfel-altes-land.de

Biohof Ottilie - Ort 19, 21720 Mittelnkirchen, Tel: 0 41 42 / 81 26 34, Tourismuspreisträger 2015, www.biohof-ottilie.de

Der Nagelhof Hollernstraße 130, 21723 Hollern-Twielenfleth, www.der-nagelhof.de

Obsthof Schröder Hinterbrack 6, 21635 Jork-Hinterbrack, www.obsthof-schroeder.com

 

Sie möchten Ihre Äpfel selber pflücken? Das geht bei folgenden Obsthöfen im Alten Land:
nach aktuellem Tagespreis

Herzapfelhof Lühs - täglich ohne Anmeldung - BIO-Äpfel, DE-ÖKO-005
Osterjork 102, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 25 48 20 0, Tipp: Naschkarte, Obsthofführungen; www.herzapfelhof.de

Obsthof Axel Schuback - Der Apfelpatenhof im Alten Land; hier können Äpfel vom "eigenen" Baum mit der Apfelpatenschaft gepflückt werden!
Hinterdeich 172, 21635 Jork, www.apfelpatenhof.de  

Obsthof Bey  - der familiäre Obsthof! Freitag, Samstag und Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr, Groß Hove 136, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 64 45, www.günstige-äpfel-altes-land.de

Obstparadies Schuback  - Bitte nur mit telefonischer Anmeldung. Sorten: Holsteiner Cox, Elstar, Jonagold/Rubinstar, Boskoop, Braeburn
Westerjork 81, 21635 Jork, Tel: 0 41 62 / 37 0, www.obstparadies-jork.de  

Obsthof Lefers Osterjork 140, 21635 Jork, Tel: 04162-2545678, von Anfang September bis Ende Oktober, Sorten: Elstar, Topaz, Boskoop, Red Prince, Kanzi, Braeburn, www.lefers.de

Obsthof Schröder Hinterbrack 6, 21635 Jork-Hinterbrack, Tel: 040-7459420, www.obsthof-schroeder.com

"Im Apfelgarten" - Familie Meyer, Neuenfelder Fährdeich 18, 21129 Cranz, nach tel. Absprache: 0176 / 51 00 60 10,  www.apfelgarten-altesland.de Frühsorten Gravensteiner
und Delbarestivale ab ca. Anfang August, danach Braeburn, Red Prince, Finkenwerder Herbstprinz und Horneburger Pannkoken www.apfelgarten-altesland.de

* Angaben ohne Gewähr!


Weitere Veranstaltungen rund um den Apfel...

...und Oma Lühs Apfelsuppe

Altländer Apfelfest in Steinkirchen am 17. September 2017 & Ollaner Appelkeunigin

Hier können Sie die Krönung der neuen Apfelkönigin des Alten Landes "Ollanner Appelkeunigin" live erleben. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Shantychor,
einem legendären Kuchenbuffet und verschiedene Kunsthandwerker warten auf gutgelaunte Besucher- einem Schmied kann bei der Arbeit über die Schulter geschaut werden.

 

Kehdinger Apfeltag am 01. Oktober 2017

Auch im Norden der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom dreht sich einen Tag lang alles um den Apfel. Am ersten Sonntag im Oktober feiert man zwischen Drochtersen, Freiburg und Oederquart den Kehdinger Apfeltag - feiern Sie gerne mit! Umrahmt wird das Fest von einem verkaufsoffenen Sonntag sowie einer bunten Veranstaltungsmeile
in Drochtersen. In Freiburg findet zeitlich der Bockmarkt statt – ein Spaß für Ihre ganze Familie – und in Oederquart wird der Apfelkönig proklamiert, der sich zuvor im Armbrustschießen beweisen muss. Natürlich dürfen auch beim Kehdinger Apfelfest gastronomische Angebote rund um den Apfel, Obsthofführungen sowie der Verkauf regionaler und saisonaler Produkte in den verschiedenen Hofläden nicht fehlen.

 

Denn, wenn ab September die roten Äpfel an den Bäumen leuchten,wird es richtig lecker im Alten Land. Dann stehen süßer Apfelkuchen, Apfelaufläufe oder deftige
Apfelpfanne und Apfel-Cordon Bleu auf den Speisekarten der regionalen Restaurants und Cafés. Auch in den Hofläden steht der Apfel dann im Mittelpunkt des Geschehens. Neben erntefrischen Äpfeln in mehr als 30 Haupt- und sogenannten Clubsorten werden auch Apfelchips, Apfelkonfitüren, Apfelgummibärchen oder frische Apfelsäfte und
sogar Apfelsecco angeboten.

Unser Tipp: Die Altländer Apfelsuppe nach Oma Lühs vom Herzapfelhof

Altländer Apfelsuppe nach Oma Lühs, Herzapfelhof Lühs in Jork

Diese Spezialität aus dem Obstgarten Altes Land wird traditionell mit
säuerlichen Äpfeln und Rosinen hergestellt.

Zutaten:
1 ltr. naturtrüber Apfelsaft oder Wasser
Saft einer Zitrone
150 g Zucker
4 mittelgroße Äpfel, z.B. Gravensteiner, Holsteiner Cox oder Elstar
100 g Rosinen
2 Eßlöffel Maizena und etwas Wasser

Zubereitung:
Die Äpfel schälen und in Scheiben schneiden. Den Apfelsaft mit dem Saft der Zitrone, dem Zucker, den Äpfeln und den Rosinen aufkochen und
etwa 5 Minuten köcheln lassen, sodass die Äpfel gar werden. Dann das mit Wasser angerührte Maizena unterrühren und kurz wieder aufkochen lassen. Fertig! Klasse!

Guten Appetit!

Tipp: Diese fruchtige Suppe schmeckt warm ebenso gut wie im heißen Sommer kalt.
Mehr
über unserer fruchtige Region gibt es auch bei Smaracuja.

TIPP: Der Boomgarden

Das Boomgarden-Projekt von Eckart Brandt kümmert sich seit Jahren um den Erhalt alter, regionaltypischer Obstsorten und den traditionellen Anbau dieser Sorten in für den modernen Erwerbsobstbau unrentabel gewordenen Hochstamm-Obsthöfen. Im Boomgarden Park in Helmste auf der Landschönheit Stader Geest wachsen inzwischen gut 700 Bäume: 350 alte Obstsorten von Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Süßkirschen konnten so erhalten werden. Auf 2,5 Hektar wurden hier eine klassische Streuobstwiese angelegt, ergänzt durch Wildobsthecken und Grünflächen mit Blühmischungen für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge.

Den Boomgarden können Sie zu bestimmten Terminen besichtigen, seine alten Apfelsorten und zahlreiche Produkte rund um den ("alten") Apfel verkauft Eckart Brandt u.a. auf dem Schafmarkt in Buxtehude Altkloster, immer samstags von 8 - 12 Uhr oder online.

Alle Infos zum Boomgarden finden Sie auf der Webseite des Projektes.

SWas Sie schon immer mal über Obst wissen wollten: Anbau, Lagerung, Sortenvielfalt ...
Viele Obsthöfe werben für ihre Produkte "aus integriertem Anbau" - was bedeutet das?+

Bei der integrierten Produktion wird stark auf die Mithilfe der Natur gesetzt. So werden beispielweise Nistkästen für Vögel in den Obstplantagen aufgehängt, um Schadinsekten zu minimieren. Schädliche Mäuse werden mit der Unterstützung von Greifvögeln, Fischreihern, Füchsen und natürlich Katzen gejagt. Außerdem werden die Bäume regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten hin untersucht - und erst wenn die ebenfalls im Baum lebenden Nützlinge nicht mehr alleine die Schadinsekten vertilgen können, wird eingegriffen, in dem lediglich die aktuelle Generation der Schädlinge bekämpft wird. Für den integrierten Obstbau gibt es zudem nur eine ganz geringe Anzahl an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, deren Anwendung genauestens kontrolliert wird. Im Gegensatz dazu ist übrigens beim ökologischen oder Bio-Anbau die Verwendung künstlicher Pflanzenschutzmittel gänzlich ausgeschlossen.

Welche Apfelsorten werden wann geerntet und wie lange können sie gelagert werden?+

Die Frühäpfel wie Astramel,  Piros, Alkmene, Delbare-Estival oder Gravensteiner werden (je nach Wetterlage!) ab frühestens Anfang bis Mitte August geerntet. Diese Frühsorten sind für eine Langzeitlagerung nicht geeignet. Sie sollten bis Dezember gegessen werden. 

Die Herbstäpfel wie Boskoop, Cox-Orange, Gala oder Santana werden im September und Oktober geerntet, diese lassen sich gut bis März lagern.

Die Lageräpfel wie Holsteiner Cox, Elstar,Jonagold, Jonagored, Rubinette, Pinova, Topaz oder Braeburn können im  Speziallager (siehe oben) bis zum Erntebeginn der neuen Saison gelagert werden.

Einen guten Überblick, wann welche Obstsorten erntereif sind, gibt diese Tabelle auf der Webseite des Obsthof Matthies.

Wie sieht die professionelle Apfellagerung aus?+

Bei der professionellen Apfellagerung auf dem Obsthof werden die Äpfel je nach Sorte bei Lagertemperaturen zwischen + 1,0 und + 3,0 Grad gelagert. Birnen benötigen eine kühlere Lagerung bei -1,0 Grad bis + 1,0 Grad. Die Luftfeuchtigkeit beträgt um die 90 % und der  Sauerstoffgehalt im Lager wird auf 1,2 bis 1,8 % reduziert. Durch diese CA/ULO-Lagerung bleiben die Früchte bis zu 10 Monate lang frisch.
CA/ULO steht übrigens für Controlled Atmoshere/Ultra Low Oxygene und bedeutet, dass die Früchte in einer "kontrollierten Atmosphäre" gelagert werden: Die Speziallagerräume sind absolut luftdicht, wenn der Raum verschlossen wird, kann kein Sauerstoff mehr in den Raum gelangen. Die Früchte verbrauchen den noch im Lagerraum verbliebenen Sauerstoff und senken so den Gehalt von 21% auf 1,4 %. Bei diesem geringen Sauerstoffgehalt reift die Frucht nicht mehr weiter und geht in eine Art "Winterschlaf". Wird ein Sauerstoffgehalt von 1,2 % allerdings unterschritten, dann ersticken die Früchte. Deshalb ist eine ständige Kontrolle sehr wichtig!
Außerdem gibt es noch das klassische Kühllager, hier bleiben die Äpfel etwa 3 Monate frisch.
Sehr gut lagern lassen sich beispielsweise Elstar, Jonagold, Rubinstar oder Jonagored. Im CA-Speziallager können sie bis zum Erntebeginn der neuen Saison gelagert werden und bleiben dennoch herzhaft und knackig.

Und wie bleiben meine Äpfel zu Hause länger frisch?+

Äpfel ohne Kühlung halten sich etwa zwei Wochen. Daher legen Sie ihre Äpfel zu Hause am besten in den dunklen Kühlschrank! Optimal ist die Lagerung im Kühlschrank dann, wenn Sie die Äpfel zusätzlich in einer Folie mit kleinen Löchern verpacken. Da der Apfel einen Teil des Sauerstoffs in der Folie verbraucht, entsteht hier eine kühle, sauerstoffarme Atmosphäre – fast wie in einem Profilager!

Welche Apfelsorten sind für Allergiker besonders geeignet?+

Studien weisen darauf hin, dass die alten Apfelsorten für Allergiker besser geeignet sind, als die "modernen" süßen und säurearmen Äpfel. Verträgliche Sorten sind zum Beispiel Alkmene, Gravensteiner, Goldparmäne, Finkenwerder Herbstprinz, Pilot, Santana, Rubinette, Boskoop, der Altländer Pfannkuchen oder Berlepsch und Glockenäpfel.

Interessante Infos für Apfel-Allergiker gibt es auch auf der Webseite des Boomgarden-Projektes.

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