Buchen
s

Kulturelle Besonderheiten und Schätze

Ein prägendes Merkmal nahezu aller Orte in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom ist das Fachwerk. In den Hofeinfahrten im Obstgarten Altes Land finden sich dazu noch prächtige Prunkpforten, und die altehrwürdigen Fachwerkbauten bestechen mit wunderschönen Brauttüren und Giebelzierden. Geschichte wird gelebt bei uns und einige Kirchen der Urlaubsregion bieten eine ganz besondere musikalische Überraschung.

Gemauerte Kunstwerke: Fachwerkhäuser mit Giebelzier

Das Besondere am Fachwerk im Obstgarten Altes Land ist das sogenannte Buntmauerfachwerk, das es in dieser Form nur in der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom gibt und das sich heute noch an etwa 400 Baudenkmälern zwischen Hamburg-Neuenfelde und Hollern-Twielenfleth entdecken lässt: Voller Gestaltungslust haben die Maurer früherer Zeiten dabei nicht ein Fachwerk wie das andere gemauert, sondern viele verschiedene Mauermuster in eine Fassade eingearbeitet. Jede Hauswand: ein individuelles Kunstwerk. Übrigens: Im gesamten Alten Land am Elbstrom gibt mit dem Klinkerwerk Rusch in Drochtersen nur noch eine einzige Ziegelei, die noch auf traditionelle Art im denkmalgeschützten Ringofen Klinker und Ziegelsteine herstellt!

Kunstvolle Giebelzierden:
Viele der reetgedeckten Fachwerkhäuser im Alten Land am Elbstrom tragen noch heute eine Giebelzierde. Diese diente in erster Linie dem Schutz von Giebel und First des Reetdaches. Teilweise wurde er auch sehr künstlerisch angefertigt und zeigt neben der Zier beispielsweise Schwäne, Tulpen oder gekreuzte Pferdeköpfe, die das Haus und seine Bewohner vor Bösem beschützen sollten. 

Deutsche Fachwerkstraße und Europäische Route der Backsteingotik
Attraktive Fußgängerzonen mit Kopfsteinpflaster, historischen Giebeln, malerischen Fachwerkhäusern und kleinen Gassen führen durch Stades und Buxtehudes backsteinrote Altstadt. Buxtehude liegt an der Europäischen Route der Backsteingotik und die Hansestadt Stade ist Teil der Deutschen Fachwerkstraße.

Einladende Prunkpforten: "Puurten" mit "Schick"

Ganz außergewöhnliche Bauwerke sind auch die Altländer Prunkpforten, die den Hofeingang zu den großen Altländer Bauernhöfen bilden. Die teilweise Jahrhunderte alten Baudenkmäler haben eine große Symbolik und sind Zeichen des Wohlstandes der damaligen Bauern, die es mit dem fruchtbaren Boden an der Elbe zu Reichtum gebracht haben. Sie bestehen aus einer großen Wagendurchfahrt und einem kleinen Tor, der als Personendurchgang dient. Das eingedeckte Walmdach schützt das kunstvoll drapierte Balkengerüst. Die Schnitzereien sind bunt eingefasst, während die Pforte an sich weiß gestrichen ist. Noch heute – Jahrhunderte später – erzählen die stattlichen „Puurten“ – wie die Kunstwerke auf Plattdeutsch heißen – mit ihren individuellen Tiersymbolen und lateinischen Segenssprüchen die Geschichte ihrer früheren Bewohner. 14 Prunkpforten gibt es im Kerngebiet des Alten Landes, einige wurden nach dem Krieg zerstört, weil die Lastwagen nicht durch die Toreinfahrt passten. Heute stehen Sie unter Denkmalschutz.

Altländer Filigranschmuck: Silbergeflecht in Filigranarbeit

Besonders schön ist auch der Altländer Filigranschmuck. Der Silberschmuck verziert seit Jahrhunderten die Festtrachten der Altländer und geht auf das Jahr 1749 zurück. Heute können Sie an den Gästeführerinnen in Tracht bewundern. Mehrreihige Perlenketten, Knöpfe an Jackenärmeln – die verschnörkelten Kunstwerke symbolisierten den Wohlstand der Familie. In den zwei Buxtehuder Goldschmieden – Brunckhorst und Funk – wird dieser Schmuck aus feinem Drahtgeflecht noch heute angefertigt und von hier aus in die Region und nach Hamburg geliefert. Die Kunst ist Filigranarbeit und etwas ganz Besonderes. So wurde das Brautherz, eine mit Steinen besetzte Brosche mit unzähligen Verzierungen den jungen Bräuten von ihrem zukünftigen Bräutigam geschenkt. Heute entwerfen die Goldschmiede auch modernen Schmuck mit Filigranelementen.

Bunte Brauttüren: Tore zu Schatzkammer

Den Filigranschmuck trugen damals die Altländer Bräute. Ihnen war auch eine weitere Altländer Besonderheit gewidmet: die oftmals kunstvoll mit Ornamenten verzierten und bunt bemalten Brauttüren der prächtigen Fachwerkhäuser. Diese ein- oder zweiflügeligen Türen konnten nur von innen geöffnet werden und führten in die „Schatzkammer“ des Hauses, der Kofferkammer. Früher wurden sie nur zur Hochzeit geöffnet: wenn der Bräutigam seine Liebste über die Schwelle trug und die Mitgift in das neue Heim brachte. Auch in Notfällen wie Feuer rettete man so seine Wertsachen aus dem Haus. Auch Verstorbene wurden hinausgetragen, sie nahmen so symbolisch Abschied von ihren irdischen Schätzen.

Übrigens: Im Obstgarten Altes Land können sich Brautpaare auch eine eigene Hochzeitsbank fertigen lassen, die dann an einem schönen Platz im Alten Land aufgestellt wird. Eine Tafel an der Rückenlehne der Bank trägt die Namen des Brautpaars und das Hochzeitsdatum. Viele Paare besuchen ihre Hochzeitsbank jedes Jahr an ihrem Hochzeitstag. Platz nehmen auf der eigenen Bank im Alten Land... Mehr Infos gibt es beim Standesamt in Jork.

Heiraten in der Region: Besondere Orte zum "Ja" sagen

Unsere Urlaubsregion ist abwechslungsreich und genauso vielfältig sind auch die Orte, an denen Sie sich bei uns trauen lassen können. Gerne möchten wir Ihnen hier eine kleine Auswahl geben, für Details kontaktieren Sie uns gerne!

Schloss Agathenburg: Heiraten wie am Hofe im Herrschaftssaal, Pferdestall oder großen Foyer. Traumhafter Blick über das Elbtal.
Villa von Issendorff: In Himmelpforten im Trauzimmer der Villa. Im Hochzeitswald können Sie mit eigenen Händen Ihren Baum pflanzen.
Gräfenhof Jork: Heiraten im Trauzimmer eines prächtigen Fachwerkhauses. Hier heiratete schon Lessing. Sie können sich eine eigene Hochzeitsbank anfertigen lassen.
Gut Schöneworth: Trauung unterm Apfelbaum auf dieser Gutshofanlage bei Freiburg. Gefeiert werden kann in der alten Apfelscheune.
Haus der Maritimen Landschaft Unterelbe: Trauen Sie sich hoch auf der Kapitänsbrücke mit Blick auf die Elbe oder unterm Sternenzelt im Planetarium in Grünendeich.
Maritim Heiraten: Auf der "Lühe" am Grünendeicher Anleger oder auf dem Fahrgastschiff Mocambo auf der Oste oder dem Küstenmotorschiff "Iris-Jörg" in Freiburg.
Hansestadt Stade: Trauungen im Trauzimmer des Rathauses sowie auf der Museumsinsel Stade.
Hanse- und Märchenstadt Buxtehude: Trauungen im Trauzimmer des Rathauses oder des Ackerbürgerhauses sowie in der Ovelgönner Wassermühle.
Heiraten in Oldendorf: In der Alten Schmiede in Kranenburg und dem Brunkhorst'schen Haus in Oldendorf.

Kirchen und Orgeln: christliche und musikalische Unikate

Die Kirchen der Urlaubsregion laden zum Verweilen ein. Sie sind häufig das Herzstück der Städte und Orte und erzählen von einer Jahrhunderte alten christlichen Glaubensgeschichte. Eine ganz besondere Überraschung erlebt man IN einigen unserer Kirchen: Der Orgelbau hat im Alten Land am Elbstrom eine lange Tradition. Die Region ist eine der beachtlichtesten Landstriche für die Musikgeschichte Deutschlands. Vor allem in den beiden historischen Hansestädten Stade und Buxtehude blühte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert das Orgelhandwerk. Der Landkreis Stade gehört zu der sich zwischen Groningen (NL) und Hamburg erstreckenden bedeutendsten Orgellandschaft weltweit! Die Hansestädte Buxtehude und Stade waren Jahrhunderte lang Zentren des nordeuropäischen Orgelbaus. Die weltweite Karriere Arp Schnitgers (1648-1719) nahm ihren Ausgang in seiner Stader Werkstatt.

Weltweit sind noch 32 Orgeln des bedeutenden Orgelmachers erhalten, darunter drei Instrumente allein in der Uraubsregion Altes Land am Elbstrom: St. Cosmae Stade, Steinkirchen und Hollern. In Oederquart, Estebrügge und Jork haben sich immerhin noch die großartigen Orgelgehäuse des Meisters erhalten.

Aber auch viele andere Orgeln zeugen von den Hochzeiten norddeutschen Orgelbaus zwischen Renaissance und Romantik: Himmelpforten, St. Wilhadi  Stade, Freiburg, Drochtersen, Burweg-Horst, Grünendeich, Harsefeld, Twielenfleth und Mittelnkirchen.

Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie eine Orgel funktioniert und welch wunderbare Töne ihr zu entlocken sind? Der Verein Orgelakademie Stade e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Orgelkultur zwischen Elbe und Weser zu fördern. Er veranstaltet Exkursionen und Führungen zu den verschiedenen Orgeln im Elbe-Weser-Raum und bietet zudem ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Ganz besondere Orgelerlebnisse finden Sie hier: Orgelkonzerte, Führungen auch für Kinder, Tagesreisen, bei denen die Orgel (auch) eine Rolle spielt. Sowie bei Nomine über Details zu den Orgeln an sich.

Mit dem Rad von Kirche zu Kirche? Auf dem Mönchsweg folgen Sie den Spuren der Mönche und Geistlichen, die einst das Christentum in den Norden brachten. In der Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom erstreckt sich die Route durch idyllische Landschaften und malerische Orte, vorbei an historischen Kirchen mit reichem Kulturgut wie beispielsweise den weltberühmten Arp-Schnitger-Orgeln. Eine Erfahrung für Leib und Seele.

Altes Land -Stade

Loading